Benediktenwand

Wanderung zur Benediktenwand in Bayern

Wandertour der Bergwanderfreunde im August 2006

Im August 2006 beschließen die Wanderfreunde Jörg, Marko und Peter zum Bundesliga-Auftaktspiel nach München zu fahren. Der FC Bayern empfängt den BVB. Bayern Fan Reiner organisierte die teuren "Top"-Sitzplatzkarten nahe der Eckfahne. Und wenn wir schon mal so dicht an den Bergen sind, liegt es doch nahe wenigstens eine Tagestour mit Hüttenübernachtung einzuplanen. Auch Reiner, völlig wander- und bergunerfahren stimmt begeistert zu. Unser Ausflug mit Autoanreise dauert von Freitag bis Sonntagabend.


1. Tag Anreise und Fußballspiel

Mit dem Auto fahren wir bei regnerischem Wetter mit den obligatorischen Freitagsnachmittags-Staus bis München. Wir checken im Hotel in Unterföhring ein und haben noch Zeit für einen kurzen Wirtshausbesuch in der Innenstadt.

Anschließend geht es mit der U-Bahn zum Stadion. Über das Fußballspiel gibt es recht unterschiedliche Meinungen. Einer jubelt und singt immer wieder begeistert das Lied von den Freunden die niemand trennen kann. Zwei andere verweigern standhaft und griesgrämig das Mitsingen, merken sich aber den Text des Liedes für später.... Dann geht es zurück ins Hotel zum Schlummertrunk.

2. Tag Fahrt nach Lengries und Wanderung

Am nächsten Tag hat sich das Wetter nicht allzu sehr verbessert. Wenigstens regnet es nicht. Wir fahren mit dem Auto nach Bad Tölz und von dort mit der Bahn bis Lengries und zur Talstation der Seilbahn zum Brauneck. Wir zwängen uns zu viert in die kleine Gondel, die uns den Berg hinaufbefördert. Eigentlich könnten wir jetzt die tolle Aussicht geniessen, aber dichter Dunst liegt im Tal. Marko ist das eh egal. er studiert und beobachtet lieber den Gondelboden.


Von der Bergstation folgen wir zunächst der Wegekennzeichnung zum Brauneck Gipfel. Nach kanpp 10 Minuten steht Reiner auf seinem ersten Berggipfel und stimmt wieder frohgelaunt sein Lieblingslied an. Die drei anderen Freunde lachen über reichlich Schweiß auf seiner Stirn. Jetzt folgt ein stetiges Auf und Ab auf einem wunderbarem Gratweg. Im nun dichter werdenden Nebel können wir die eigentlich herrliche Aussicht in die Alpen und ins Alpenvorland nicht geniessen. Bei schönem Wetter eine wirklich tolle aussichtsreiche Wanderung. Aber wir haben Nebel und Reiner immer mehr Schweiß auf der Stirn. Bis zum Latschenkopf ist es eine angenehme, leicht anstrengende Bergwanderung. Später folgt die Entscheidung ob wir den Weg für Geübte  über die Achselköpfe wählen, oder den "Lutscherweg" nehmen. Die Entscheidung wird Reiner abgenommen. Wir nehmen die Achselköpfe. Der Weg ist steil, steinig und ein bisschen schwindelfrei sollte man schon sein.


Auf dem Gipfel der Achselköpfe wollen die drei Wanderfreunde Reiner zum Mitsingen animieren. "Gute Freunde kann niemand trennen.." Reiner ist nicht zum Singen zumute. Also ziehen die Freunde Reiner über die Achselköpfe und zum Rotöhrlsattel. Im dichten Nebel wandern wir weiter vorbei an Steinböcken und Gemsen die schemenhaft auftauchen. Die Bendiktenwand lassen wir aus und steigen ab zur Tutzinger Hütte.  Reiner bittet darum und das Wetter drängt uns die Entscheidung auf. Kaum angekommen, legt ein kräftiges Gewitter los. Glück gehabt!


Die Tutzinger Hütte liegt direkt unterhalb der Bendiktenwand und ist ein beliebtes Wanderziel entweder aus Richtung Benediktbeuren oder aber vom Brauneck kommend wie wir. Die Hütte ist gut besucht und wir genießen erst mal ein wunderbares kühles Bier nachdem wir erstmal warm geduscht hatten. Die Zimmer haben ordentlichen Hüttenstandard und sind sauber. Nach dem Abendessen folgt dann...

 

...ein richtig toller Hüttenabend in der Tutzinger Hütte. Da stimmt wirklich alles. Gutes Essen, leckeres Bier, zünftige Live Musik, tolle Stimmung und bestgelaunte Wanderfreunde. Reiner lief nach der Wanderung zur Höchstform auf, um dann doch wieder frühzeitig die Segel zu streichen.





3. Tag Abstieg nach Benediktbeuren und Rückfahrt

Am nächsten Morgen merken wir dann doch die anstrengende Tour und wohl auch den lustigen Hüttenabend. Der zunächst steilere Abstieg auf schmalen Pfad fällt mit den jetzt ungelenken Knochen schwer. Aber schon bald wird der Weg (Nr. 456)  breiter und weniger steil und mündet auch auf einem Forstweg. Durch den Wald geht es stetig bergab. Hinter der Söldner Alm geht der Weg später durch das Lainbachtal talwärts. Nach etwa drei Stunden erreichen wir Benediktbeuren und wandern durch den Ort bis zum Kloster. Da sich das Wetter deutlich gebessert hat, können wir noch ein letztes Bier und den Schweinsbraten im Kloster-Biergarten geniessen. Dann holt uns das Taxi ab und fährt uns zum Ausgangspunkt  nach Bad Tölz.

Von da aus geht es zurück  Richtung Heimat. Ein tolles, erlebnissreiches Wochenende geht zu Ende.

Mal wieder viel Spaß gehabt!!!


Hier, wie immer unser Dankeschön an:

 

natürlich an unsere Frauen, die uns solche Wochenenden schenken. Danke an Reiner für die Organisation der Eintrittskarten und für manchen tollen Spruch. (für das merkwürdige Rahmenprogramm vor dem Spiel und das schlechte Ergebnis war er nicht verantwortlich). Danke an den Wirt der Tutzinger Hütte und der tollen musikalischen Abendgestaltung. Wir haben gelernt, auch Rock n' Roller können sich für gute Volksmusik begeistern!!!